Orthovolttherapie

Anwendung der Orthovolttherapie (Schmerztherapie)

Ähnlich wie bei normalen Röntgenaufnahmen sind auch bei der Orthovolttherapie die Anwendungsgebiete vielfältig. Eine Orthovolttherapie lässt sich im Prinzip für alle Körperteile beziehungsweise Organe nutzen. Üblicherweise entscheidet der überweisende Arzt, für welche Fragestellung die Orthovolttherapie geeignet ist.    

Eingesetztes Gerät
Für die Orthovolttherapie setzten wir bereits seit Jahrzehnten den Müller RT 200 ein. Das momentan verwendete Gerät wurde vor einigen Jahren neu aufgebaut und entspricht dem aktuellen Stand der Technik.

Behandlungsablauf
Die Orthovolttherapie findet im Stehen oder Sitzen statt. Da die Orthovolttherapie mit Röntgenstrahlung arbeitet, muss das radiologische Personal für die Behandlung den Untersuchungsraum verlassen. Die eigentliche Untersuchung dauert nur wenige Sekunden.
Die Verwendung eines intravenösen (gespritzten) Kontrastmittels ist nicht notwendig.

Wie es nach der Behandlung weitergeht  
Nach der Behandlung wird das Ergebnis in einem Befundbericht zusammengefasst. Die Dokumentation wird entsprechend den gesetzlichen Vorschriften mindestens dreißig Jahre aufbewahrt. So kann auch nach vielen Jahren noch auf die Dokumentation zurückgegriffen werden.
Sollte bereits anderenorts eine Orthovolttherapie durchgeführt worden sein, bringen Sie bitte Unterlagen und Dokumentation zum Erstgespräch vor Beginn der Therapie mit.  

Orthovolttherapie - auch Bewährtes wird streng überwacht  
Als Röntgenpraxis unterliegen wir der strengen und regelmäßigen Kontrolle der Aufsichtsbehörden des Landes Nordrhein-Westfalen, der Ärztlichen Stelle der Ärztekammer Westfalen-Lippe sowie als Kassenärzte der Kassenärztlichen Vereinigung Westfalen-Lippe.    

Terminvorbereitung zur Orthovolttherapie (Schmerztherapie)

Zum Untersuchungstermin bringen Sie bitte Folgendes mit:
•    Überweisungsschein
•    Versichertenkarte
•    Bilder und/oder Befunde früherer Röntgenuntersuchungen

Erstgespräch
Vor Beginn der Orthovolttherapie findet auf jeden Fall ein Erstgespräch statt. Hier wird geprüft ob die Durchführung einer Orthovolttherapie sinnvoll ist.
Sie sollten möglichst Bilder und/oder Befunde früherer Untersuchungen (z.B. Röntgen, Computertomographie (CT), Magnetresonanztomographie) mitbringen.
Die Orthovolttherapie erfordert mehrere Behandlungstermine. Es werden im Erstgespräch mit Ihnen sechs bis acht Termine (je nach Anwendung) vereinbart.

Wartezeiten
Wir bemühen uns den mit Ihnen vereinbarten Termin pünktlich einzuhalten. Dennoch kann es zu kurzen Wartezeiten für Sie kommen.
Sollte es ausnahmsweise zu längeren Wartezeiten kommen, informieren wir Sie natürlich entsprechend.
Nach der Orthovolttherapie ist kein weiterer Aufenthalt in der Praxis erforderlich.

Zeitlicher Aufwand
Sie müssen mit folgendem zeitlichen Aufwand rechnen:
•    Erstgespräch mit erster Orthovolttherapie: 60min
•    Jede weitere Orthovolttherapie: 15min

 Bitte beachten Sie dazu den Unterpunkt Häufige Fragen.



Technik der Orthovolttherapie (Schmerztherapie)

Bei der Orthovolttherapie handelt es sich um eine seit Jahrzehnten bewährte Behandlungsmethode. Es lassen sich mit Hilfe von Röntgenstrahlung entzündliche, degenerative (verschleißbedingte) und andere gutartige Erkrankungen der Gelenke und Sehnen behandeln.
Ein häufiger Irrtum, dem nicht nur der Laie, sondern auch viele Ärzte unterliegen, beruht auf einer Verwechslung: Orthovolttherapie hat nichts mit der Art von Strahlentherapie zu tun, die zur Behandlung von Krebs angewendet wird.

Das Funktionsprinzip  
Bei der Orthovolttherapie handelt es sich um eine milde Therapie mit Röntgenstrahlen im niederenergetischen Bereich bis 200 kV. Zwar lassen sich damit auch bösartige Erkrankungen wie zum Beispiel bestimmte Hautkrebsarten behandeln, der Schwerpunkt liegt aber seit den 50er Jahren des letzten Jahrhunderts in der Therapie gutartige Erkrankungen.

Gut Ding will Weile haben
Dies gilt auch für die Orthovolttherapie. Eine Behandlungsdauer von zwei bis vier Wochen mit zwei bis drei wöchentlichen Behandlungsterminen ist hier üblich. Anfangs können sich Beschwerden im Einzelfall auch einmal leicht verstärken.
Ein erster Behandlungserfolg setzt nach zwei bis drei Wochen, die vollständige Wirkung häufig auch erst vier bis sechs Wochen nach dem Ende der Therapie (Späteffekt), ein.
Sollte die Wirkung nicht oder nur teilweise einsetzen, kann die Orthovolttherapie nach einigen Monaten wiederholt werden.

Nebenwirkungen  
Unmittelbar schädigende Wirkungen auf den Körper sind nicht bekannt. Ob die resultierende Strahlenbelastung nach Jahren oder Jahrzehnten Auswirkung hat oder haben könnte, ist noch nicht abschließend diskutiert.

Klaustrophobie/"Platzangst"  
Angst vor engen Räumen (Klaustrophobie) ist ein weit verbreitetes Problem. Da nur vor dem Orthovoltgerät gestanden oder gesessen werden muss, spielt somit Klaustrophobie bei der Orthovolttherapie keine Rolle.