Mammographie

Anwendung der Mammographie (Mammo)

Die Mammographie ist eine wichtige Methode zur Untersuchung der Brüste und vor allem der Brustdrüse. Hierbei "durchleuchten" Röntgenstrahlen die Brust und Brustdrüse und machen so bestimmte Erkrankungen sichtbar. Üblicherweise entscheidet der überweisende Arzt, für welche Fragestellung die Mammographie geeignet ist.

Eingesetztes Gerät
Für die Mammographie setzten wir den MAMMOMAT Inspiration von Siemens ein. Es wird volldigitale Technik verwendet. Es besteht zusätzlich die Möglichkeit zur Tomosynthese.

Untersuchungsablauf
Zur Mammographie werden Ihre Brüste einzeln untersucht. Hierzu werden die Brüste nacheinander am Mammographie-Aufnahmeplatz zwischen eine Röntgenröhre und den volldigitalen Detektor gelegt und mit einer Kompressionsplatte leicht gedrückt.
Von einigen Patienten wird die Kompression der Brust als unangenehm empfunden - von anderen nicht. Für Sie wichtig hierbei: Die Kompressionsstärke bestimmen Sie während der Untersuchung. Von jeder Brust werden mindestens zwei Aufnahmen angefertigt.
Die Verwendung eines intravenösen (gespritzten) Kontrastmittels ist nicht notwendig.

Wie es nach der Untersuchung weitergeht
Falls gewünscht, bekommen Sie das Bildmaterial sofort nach der Untersuchung als CD ausgehändigt.
Befundung und Befundübermittlung erfolgen in der Regel innerhalb von einigen Werktagen. Üblicherweise befunden zwei unserer Radiologen die Aufnahmen („Vieraugenprinzip“).
Sollte es notwendig sein, Vorbefunde oder Voraufnahmen zu besorgen, verzögern sich die Befundung und Befundübermittlung entsprechend.
Bringen Sie daher Vorbefunde oder Voraufnahmen bereits zur Untersuchung mit.

Mammographie - auch Bewährtes wird streng überwacht
Als Röntgenpraxis unterliegen wir der strengen und regelmäßigen Kontrolle der Aufsichtsbehörden des Landes Nordrhein-Westfalen, der Ärztlichen Stelle der Ärztekammer Westfalen-Lippe sowie als Kassenärzte der Kassenärztlichen Vereinigung Westfalen-Lippe.

Terminvorbereitung zur Mammographie (Mammo)

Zum Untersuchungstermin bringen Sie bitte Folgendes mit:
•    Überweisungsschein
•    Versichertenkarte
•    Bilder und/oder Befunde früherer Mammographie-Untersuchungen

Wann sollte die Untersuchung stattfinden?
Bei Frauen im gebärfähigen Alter sollte die Untersuchung idealerweise zwischen dem sechsten und zwölften Zyklustag durchgeführt werden.
In dieser Zyklusphase ist das Drüsengewebe etwas aufgelockert, so dass einerseits die Qualität der Aufnahmen verbessert wird und andererseits die Brust nicht so druckempfindlich ist.

Wartezeiten
Wir bemühen uns den mit Ihnen vereinbarten Termin pünktlich einzuhalten. Dennoch kann es zu kurzen Wartezeiten für Sie kommen.
Sollte es ausnahmsweise zu längeren Wartezeiten kommen, informieren wir Sie natürlich entsprechend.

Nach der Mammographie ist kein weiterer Aufenthalt in der Praxis erforderlich.

Zeitlicher Aufwand
Sie müssen mit folgendem zeitlichen Aufwand rechnen:
•    Mammographie: 60min

Einige kritische Worte
Mit einer Mammographie kann man nicht alles sehen. Häufig ist der Einsatz ergänzender oder alternativer Methoden wie z.B. Sonographie (Ultraschalluntersuchung) und/oder Magnetresonanztomographie (MRT) sinnvoll.
Dennoch kann es sein, dass auch nach Einsatz aller zur Verfügung stehenden Methoden ein Brustkrebs unerkannt bleibt. Dies gilt insbesondere für Krebs in Brüsten jüngerer Frauen mit dichtem Brustgewebe.


Bitte beachten Sie dazu den Unterpunkt Häufige Fragen.


Technik der Mammographie (Mammo)

Durch Mammographie lassen sich Brust und Brustdrüse sowie die Lymphknoten der Achselhöhle darstellen. Oft gibt eine Mammographie den ersten Hinweis auf eine Erkrankung. Häufig folgen weitere Verfahren, um den Krankheitsverdacht zu bestätigen oder eine genaue Diagnose zu erhalten.    

Das Funktionsprinzip  
Röntgenstrahlung wird in einer Röntgenröhre erzeugt. Hier entstehen Röntgenstrahlen, die nach Durchleuchten der Brust und der Brustdrüse auf einem Film, einer Speicherfolie oder wie in unserer Praxis mit einem volldigitalen Detektor ein Bild erzeugen.
Die Menge der Strahlen ist abhängig vom Gewebe, das sich zwischen dem Ausgangspunkt der Strahlung und dem volldigitalen Detektor befindet. Entsprechend der relativ hohen Dichte ist Drüsengewebe hell (wenige Strahlen durchdringen das dichte Drüsengewebe) und Fettgewebe dunkel (viele Strahlen durchdringen das weniger dichte Fettgewebe).
Das Ergebnis sind Summationsbilder der verschiedenen durchleuchteten Gewebe. Um eine räumliche Zuordnung zu erhalten, werden zumeist Aufnahmen aus zwei Richtungen erstellt. Das nennt man dann Mammograhie in mehreren Ebenen.   

Nebenwirkungen  
Unmittelbar schädigende Wirkungen auf den Körper sind nicht bekannt. Ob die resultierende Strahlenbelastung nach Jahren oder Jahrzehnten Auswirkungen hat oder haben könnte, ist noch nicht abschließend diskutiert.    

Klaustrophobie/"Platzangst"  
Angst vor engen Räumen (Klaustrophobie) ist ein weit verbreitetes Problem. Da nur vor dem Mammographiegerät gestanden werden muss, spielt somit Klaustrophobie bei der Mammographie keine Rolle.